Einen Brief
schreiben
Für ein bestimmtes Bild, einen kleinen Auftrag oder einfach, um zu fragen — ein paar ehrliche Sätze genügen. Es gibt kein Formular, keinen Warenkorb, keinen Autoresponder. Antworten kommen zurück, wie Briefe einmal zurückkamen: von derselben Hand, nach ein paar stillen Tagen.
E-Mail ist hier mit Absicht. Sie ist das langsamste, wärmste Werkzeug, das wir noch haben. Sie verlangt nichts, was man nicht ohnehin geben wollte. Ein paar Sätze sind genug. Ein Foto des Raumes, in dem das Bild leben soll — die Lampe, der Sessel, die Wand — ist willkommen, aber nie verlangt.
Der Briefkasten wird gerade vorgewärmt — die Adresse steht
hier, sobald sie bereit ist.
— Was im Brief stehen darf
- Welches Werk — ein Link von der Werke-Seite genügt.
- Wo es leben soll: die Stadt, der Raum, das Licht, das ins Fenster kommt, wenn niemand zu Hause ist.
- Zeit — gibt es einen Anlass, oder keine Eile?
— Was nicht gefragt wird
- Ein Konto, ein Passwort, ein Profil.
- Eine Telefonnummer, außer der Versand verlangt sie.
- Irgendetwas, das in einer Datenbank landen würde.
Ein Bild ist etwas Stilles. Es scheint richtig, sein Leben mit einem stillen Briefwechsel zu beginnen.